Kündigung durch den Arbeitgeber

Die Kündigung eines Arbeitsvertrages kann auch einseitig durch den Arbeitgeber erfolgen. Allerdings wird die unternehmerische Kündigungsfreiheit durch den allgemeinen Kündigungsschutz gem. KSchG sowie bei bestimmten Personengruppen durch ergänzende Regelungen zum Sonderkündigungsschutz eingeschränkt.

Kündigung ohne Grund

In Betrieben und Unternehmen, in denen ein allgemeiner Kündigungsschutz besteht, ist eine vom Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung in jedem Fall schriftlich zu begründen. Eine Kündigung durch den Arbeitgeber ohne die Nennung eines Kündigungsgrundes ist juristisch nicht wirksam und damit ohne Rechtsfolgen für den Arbeitnehmer.

Wann muss der Arbeitgeber einen Kündigungsgrund angeben?

Anders als bei einer Eigenkündigung durch den Arbeitnehmer muss der Arbeitgeber dem Gekündigten auch bei einer ordentlichen fristgemäßen Kündigung die Kündigungsgründe schriftlich mitteilen. Diese Regelung gilt für alle Unternehmen, in denen das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet, sofern der gekündigte Arbeitnehmer dort länger als sechs Monate tätig war.

Eine außerordentliche fristlose Kündigung ist rechtlich nur dann zulässig, wenn sie „aus wichtigem Grund“ erfolgt (§ 626 BGB). Der Grund muss dem gekündigten Arbeitnehmer auf Verlangen unverzüglich schriftlich mitgeteilt werden.